-  Der Olivenbaum -

Der Sage nach stritten Athene und Poseidon darüber, wer über Attika herrschen sollte. Zeus, der Göttervater wurde zum Schiedsrichter berufen. Er teilte den Streitenden mit, dass wer ihm die für die Menschheit nützlichste Erfindung präsentieren könnte, den Sieg erringen würde. Daraufhin befahl Athene der Mutter Erde, einen besonderen Baum wachsen zu lassen, und es wuchs der erste Ölbaum. Der vielseitige Baum beeindruckte Zeus so sehr, dass Athene den Streit gewann. 

Der Olivenbaum soll ursprünglich

aus dem Gebiet zwischen Pamir und Turkestan stammen und sich von dort aus über den ganzen Mittelmeerraum verbreitet haben. Er wurde nicht nur wegen seiner kulinarischen Eigenschaften geschätzt, er hat auch kultischen Charakter. Seine Zweige, Früchte und sein Öl galten als Symbole des Lebens, der Fruchtbarkeit und des Lichtes. Götterstatuen wurden mit seinem Öl eingerieben, Athleten salbten sich mit Olivenöl ein, und die Sieger der olympischen Wettkämpfe wurden mit den Zweigen des Ölbaumes bekränzt. Im Christentum wurde der Ölzweig zum Friedens- symbol, und das Öl selbst fand Verwendung bei der letzten Ölung. Olivenöl hat einen hohen Stellenwert in der Medizin, es ist leicht verdaulich, wirkt positiv auf Magen und Darm und schützt Herz und Kreislauf. Es wird zur Pflege von Haut und Haaren und als Schönheitsmittel verwendet.

Schon im 4. Jahrhundert wurde in Apulien mit Oliven Handel getrieben. 

 

Der landschaftsplanerischen und wirtschaftlichen Initiative der Familie Medici ist es zu verdanken, dass die Toskana bis heute zu einer der bedeutendsten ölproduzierenden Landschaften in Europa gehört. Unsere Olivenöle stammen aus Ligurien, der Toskana und Apulien. 

-  Geschichte  -

-  Der Trüffel  -

Schon im alten Rom wusste man den Trüffelpilz zu schätzen. Im Standardwerk der Antike

„De re coquinaria“ („Über die Kochkunst“) kann man Rezepte mit Trüffeln finden. Man glaubte, dass sich Trüffel unter Bäumen bilden, in die Jupiter, der Herr der Naturgewalten, Blitze schleuderte. 

Heute wissen wir, dass der Trüffelpilz mit Eichen, Pappeln oder Haselstrauchwurzeln eine Symbiose bilden muss, um wachsen zu können. Bis heute ist es sehr schwierig, Trüffel zu züchten, und man braucht dafür eine Planung von 10 bis 12 Jahren. Da sie unterirdisch wachsen, sind sie schwierig zu finden. Mit Hilfe der feine Nase von Hunden oder Trüffelschweinen werden sie von Herbst bis Ende Dezember in speziellen Regionen geerntet. Es gibt schwarze und weiße Trüffel, wobei der weiße Trüffel wesentlich geschmacksinten- siver und kostbarer ist und ähnlich wie Gold gehandelt wird.

-  Honig  -

Honig war in der Antike, im Mittelalter

und bis zum 19. Jahrhundert der klassische Süßstoff im Mittelmeerraum. Er hat im wahren Sinne des Wortes das Leben nicht nur versüßt, er war und ist bis heute auch Arzneimittel, kräftigt den Körper und stärkt die Abwehr.